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Webseiten und Barrierefreiheit

Sonntag, 13.11.2005 um 19:27 · Gelesen: 4676 · heute: 3

Es ist lange her das ich mich Tabellen zum Layout einer Website bedient habe. Bestand vorher der Einsatz von CSS nur aus Formatierungen von Links ist heute praktisch jedes Kundenprojekt auf Basis von XHTML verwirklicht und nach W3C validert. Ausnahme bilden hier jedoch oft Content-Management-Systeme. hier ist der Aufwand oft so hoch das nicht lohnt ein CMS so anzupassen. Meist ist die Arbeit mit dem nächsten Update dahin. Es gibt hier nur sehr wenige Systeme welche von Hause aus barrierearm bzw barrierefrei sind. Papoo ist ein Beispiel. Schade ist natürlich das die meisten Kunden keinen Wert auf korrekten Code legen wenn Sie selbst aktualsieren…

Susanna denkt nach:

Immer wieder fragen Kunden, ob sich der vergleichstweise hohe Aufwand einer barrierefreien (besser: barrierearmen) Website überhaupt lohnt. Aufwand entsteht hier z.B. dadurch, dass Ersatztexte für alle nicht aus Text bestehenden Elemente (Bilder, Multimedia …) eingefügt und Sprachwechsel gekennzeichnet werden müssen.

Barrierefreiheit in freier Natur

Gestern über meinen Sammelfeed Thema Uckermark bekommen. Die Homepage der Behindertenselbsthilfe in Schwedt. Was soll ich dazu sagen. Auf der Startseite eine Flashanimation mit einem Link weiter. Alles klar ? Ich hoffe Sehbehinderte sind in der Selbsthilfegruppe nicht organisiert. Obwohl Menschen mit motorischen Einschränkungen hier sicher auch überfordert sind.
Das gleiche gilt für das Gästebuch. Hier war auf jeden Fall jemand zugange der sich zum Thema Barrierefreiheit oder Barrierearmut keine Gedanken gemacht hat.

Was kann denn wichtiger sein als Zugänglichkeit zu den Inhalten? Was für User gilt, gilt ebenso für Suchmaschinen. Suchmaschinenoptimierung bedeutet zuerst korrekter Code und Verzicht auf HTML-Terror zu Layoutzwecken. Auch wenn Sebastian Erlhofer im Buch Suchmaschinen-Optimierung für Webentwickler schreibt.

Es werden wohl noch Generationen von Webentwicklern keine tabellenlosen HTMLSeiten schreiben

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    3 Kommentare zu “Webseiten und Barrierefreiheit”

    1. Susanna Künzl
      Montag, 14.11.2005 06:54
      1

      Für das kleine CMS zwischendurch empfehle ich Wordpress ;) Der Code wird ohne Probleme valide, wobei sogar der WYSIWYG-Editor Mudbomg (aka TinyMCE) ohne Anpassungen sauberen Code produziert und z.B. Alt-Texte für Bilder ermöglicht. Ich vermute, dass sich sogar Features wie eine vorgeschaltete, per CSS unsichtbar gemachte Sprungnavigation anlegen lassen. Nur beim Sprachwechsel und beim Abbr/Acr habe ich noch nichts gefunden, womit das umgesetzt werden könnte (ohne beim Editor in die HTML-Ansicht zu gehen, also nicht DAU-tauglich).

    2. Marco Neuber
      Montag, 14.11.2005 18:56
      2

      Gern geschehn, liebe Behindertenselbsthilfe Schwedt!

      Cool wie Ihr mit konstruktiver Kritik umgegeht. Mein nett gemeinter Hinweis im Gästebuch http://247212.multiguestbook.com/ auf diesen Artikel hier wurde einfach gelöscht. Wenigstens ja auch die informationslose Startseite mit Flashintro. Ihr seid auf dem richtigen Weg!

    3. Marco Neuber
      Dienstag, 15.11.2005 21:05
      3

      Passend dazu: Umfrage unter 208 behinderten Internetnutzern

      http://blog.templaterie.de/wordpress/?p=192

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