Auf den Ersten Blick scheint es kaum Vorteile zu haben seine digitalen Fotografien in einem Format zu speichern welches wesentlich mehr Platz beansprucht als JPEG und dann auch noch von wenigen Programmen verarbeitet werden kann. Auf den zweiten Blick erschliessen sich aber einige Vorteile des Formates:
- Farbsättigung und Farbbalance, Schärfung, Rauschunterdrückung nachträglich anpassbar
- größerer Dynamikumfangs (RAW speichert die 12 Bit des Kamerasensors)
- völlig verlustfreie Komprimierung
Software für den Arbeitsablauf
Man ist aber an einen bestimmten Arbeitsablauf (Workflow) gebunden. Die Mege an Bildern mit der man es sehr schnell zu tun hat zollt Tribut. Die Software mit der man arbeitet muss also
- Fotos schnell von der Speicherkarte auf den Rechner übertragen können
- automatisch Ordner anlegen können (am besten mit Aufnahmedatum)
- schnelle Übersichtsseiten generieren
- gute Verwaltungswerjzeuge bieten (verschieben, sortieren, speichern als usw.)
Da die von Nikon mitgelieferte kostenfreie Version von Nikon View auf Windows XP pro sehr absturzfreidig ist, die bisher eingesetzte Version von ThumbsPlus 2002 beim Anzeigen von NEF-Daten (Nikons RAW-Format) total langsam arbeitet kommt der Wunsch nach einer leistungssstarken und gut zu bedienenden Software auf. Picasa ist sowas. Es arbeitet rasend schnell. Leider lässt es bestimmte Funktionen vermissen.
Ein Stück Ablauf
Ich leere meine Speicherkarte auf den Rechner und sortiere grob vor. Das bedeutet alles was Schrott ist kommt weg. Dann wird nach Themen wegsortiert. Hier konnte NikonView besser speichern. Picasa kennt zwar Ordner, verwendet aber zum Sortieren eher Labels. Es fehlt irgendwie an einem vernünftigen Ablauf. Hier gibt es nun mit Adobes Lightroom ein Stück Software die alles draufhat was ich mir wünsche. Leider noch nicht einmal als Beta für Windows verfügbar. Mit Apples Aperture sieht man was einem unter Windows fehlt.
Export und Datenhaltung
Neben einer vernünftigen Ablagestruktur muss man Fotos auch verschlagworten können. Hier hat Thumbsplus die Nase einfach vorn. Neben den selbst vergebenen Schlagworten kann die Software auch Stichworte ausder Ordnerstruktur und dem Dateinnamen extrahieren. Dank der Anbindung an eine Sql-Datenbank und dem CSV-Export lassen sich umfangreiche Bilddatenbanken erstellen und verwalten. Wie gesagt scheidet die Software wegen miserabler Geschwindigkeit aus.
Mit Verzicht auf einige Profifunktionen kommt also Picasa immer noch am besten weg. Hier ist aber wohl ein komplettes Umdenken notwendig. Die Denkbeschränkung durch Ordner ist sicher abschaffenswert. Das konsequente Taggen der Fotos kann eine ordentliche Struktur und Ordnung aufbauen. Leider lassen sich diese Strukturen in keinster Weise exportieren. Das einzigste was bleibt sind die Fotogalerien. Ich bin gespannt ob Lightroom meine Probleme lösen wird.
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