Im Telefonbuch stehe ich nur mit meiner privaten Handynummer. Bisher habe ich es nicht eingesehen für die Firma einen bezahlten Eintrag zu schalten. Für 2009/10 wollte ich das nun ausprobieren.
Nun gibt es im Kundenbereich der Telekom (das ist der Bereich den man mit seinem Netzausweis betritt ;-)) einen Punkt unter dem man seinen Eintrag in das Telefonbuch verwalten kann. Leider klappt das nur mit den privaten Daten.

Ich habe kurzerhand die Felder anders verwendet und warte mal ab, ob das so veröffentlicht wird.
Den konkreten Eintrag der Firma wollte ich dann aber nicht so zusammenflicken und habe mich telefonisch an die Telekom gewandt. Hier erführ ich die Kontaktdaten vom Kontakt Verlag Verlag Deutschland. Leider hat dieser Verlag gar keinen Bock auf Kontakt. Fünf Anrufe, fünf mal Warteschleife, keine Möglichkeit eine Rückrufbitte zu hinterlassen, nunja.
Mein zweiter Versuch war dann etwas anders. Verlegt wird das Telefonbuch im Röserverlag. Dort habe ich dann telefonisch einen Kontaktwunsch platziert dem auch nur 48 stunden später nachgekommen wurde. Am Telefon hatte ich dann eine Anzeigenberaterin. In dem Telefonat wurden meine Stammdaten abgefragt, kurz Leistungen und Preise genannt. Da der Redaktionsschluss in einigen Tagen ist, wurde das Telefonat direkt zur Bestellung, die Auftragsbestätigung kam per Fax. Ich sollte dann unterschreiben, zurückfaxen um so den Auftrag zu aktivieren. Zum Glück, so hatte ich die Möglichkeit den Auftrag Korrektur zu lesen.
Die Fehler waren nicht so schlimm, der Preis in Summe (knapp 300 EUR netto) so gar nicht meine Erwartung. Der Eintrag in “Das Örtliche” ist preislich auch so in dieser Region angesiedelt. Ich entschloss mich den Eintrag nicht vornehmen zu lassen und mich auf das örtliche Telefonbuch zu beschränken. Für 30 EUR kann ich eine Menge Nischenadwords schalten...
Mit Volldampf zurück
Ohne Auftragsbestätigung kein Auftrag, ich dachte damit wäre das erledigt. Die Beraterin rief aber noch einmal an um zu fragen wo denn mein Fax bliebe. Ich sagte kurz an das es nicht zum Auftrag kommen wird, ich das örtliche bevorzuge. Zuerst Stille, dann aufgeregt einige Vorwürfe. Wissen sie überhaupt was Sie da tun? Das örtliche bekommen doch viel weniger Leute! Welche Vorteile hat es denn? Ich musste erst einmal schlucken. Vorsichtig sagte ich, das ich Konkretes dazu nicht sage. Aber das kann doch nicht sein, wissen Sie was ich mir hier für eine Arbeit gemacht habe? Das ist doch alles komisch.
Hm, wirklich komisch, das war jetzt die gleiche Frau der ich während des Verkaufsgespräches erklären musste wie die Verlinkung auf telefonbuch.de funktioniert, das es zwar ein Link mit “do-follow” ist, aber kein Einfluss auf den Linktext genommen werden kann, die Fehler in meinem Anzeigentext verteilt hatte und mir nicht erklären konnte ob Google die Ergebnisseiten der Telefonnumernsuche indexiert.
Fazit
Beispiel für das Unvermögen grosser (Papier)Firmen internetaffine Nutzer zu verstehen und auf deren Bedürfnisse einzugehen. Anlass für mich auf die eBooks zum Thema Telefonmarketing hinzuweisen.
Schlagwörter: Business, Telefon, Werbung
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